Wann eine Zusatzversicherung für Naturheilverfahren sinnvoll ist

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Nur wenige Naturheilverfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, dazu gehört z. B. in bestimmten Fällen die Akupunktur. Die meisten anderen alternativmedizinischen Behandlungen aber müssen selbst finanziert werden. Das kann bei einer dauerhaften Therapie teuer werden. Es kann sich daher lohnen, eine Zusatzversicherung in Anspruch zu nehmen.

Leistungskatalog der Krankenkassen schließt Naturheilkunde aus

Das Gesundheitssystem gewährleistet in Deutschland die medizinische Grundversorgung. Im Video einige Erklärungen, wie das System aufgebaut ist:





(Copyright: explain-it.tv)

Die finanziellen Mittel sind allerdings begrenzt. Krankenkassen übernehmen daher nur Leistungen, dessen Nutzen wissenschaftlich belegt ist. Diese sind im Leistungskatalog der Krankenkassen festgelegt. Alle anderen ärztlichen Behandlungen muss der Patient selbst bezahlen. Zu den sogenannten IGe-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen) gehören auch Naturheilverfahren.

Seit der Gesundheitsreform haben die Krankenkassen aber die Möglichkeit, Zusatzversicherungen anzubieten, die die Kosten für spezielle Leistungen abdecken.

Kosten und Nutzen abwägen

Wenn Sie naturheilkundliche Behandlungen nur 1-2 Mal im Jahr in Anspruch nehmen, lohnt sich eine Zusatzversicherung nicht; denn dann übersteigen die Beiträge häufig die tatsächlichen Therapiekosten. Lassen Sie sich hingegen regelmäßig von Naturmedizinern oder Heilpraktikern behandeln und die jährliche Kosten liegen bei mehreren hundert Euro, ist eine zusätzliche Versicherung empfehlenswert.

Allerdings bieten wenige Krankenkassen Einzelversicherungen für eine naturheilkundliche Behandlung. Bei den meisten Kassen finden Sie Gesamtpakete, die zusätzlich die Kostenübernahme für Zahnersatz und / oder Brillen gewährleisten. Doch auch diese Tarife können sich auf Dauer lohnen.

Der Leistungsumfang der Zusatzversicherungen ist allerdings sehr unterschiedlich. Lassen Sie sich sehr genau beraten, welche Behandlungen bezahlt werden. Passen die Leistungen nicht zu Ihren Ansprüchen, zahlen Sie unter Umständen trotz Zusatztarif drauf.

Auch muss nicht jedes Naturheilverfahren durch eine Zusatzversicherung abgesichert werden. Einige alternative Behandlungen werden als Präventivmaßnahmen von der Krankenkasse übernommen. Wenn Sie z. B. Kurse in Qi Gong oder autogenem Training belegen möchten, benötigen Sie keine Zusatzversicherung. Die Stunden werden einmal im Jahr bis zu 80 % von der Krankenkasse bezahlt.

Der Umfang der kostenlosen Zusatzleistungen der Krankenkassen nimmt zudem durch den Konkurrenzdruck unter den Kassen zu. So werden unter anderem

  • die homöopathische Erstanamnese,
  • Osteopathie oder
  • Phytotherapie

immer häufiger bezahlt. Erkundigen Sie sich daher grundsätzlich vor Abschluss einer Zusatzversicherung nach den Inklusivleistungen Ihrer Krankenversicherung.

Lassen Sie sich beraten

Ob eine Zusatzversicherung sinnvoll ist, sollten Sie also immer individuell abwägen.

  • Wie häufig nehmen Sie eine naturheilkundliche Behandlung in Anspruch?
  • Wie hoch sind die Kosten der Therapie?
  • Was kostet die Zusatzversicherung?
  • Rechnet sich der Zusatztarif auch auf Dauer?

Mit einer persönlichen Beratung Ihrer Krankenkasse werden Sie dann die richtige Versicherung finden, um Kosten zu sparen.

Weitere Infos erhalten Sie unter:

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Kommentare

Kommentare

One Response to “Wann eine Zusatzversicherung für Naturheilverfahren sinnvoll ist”

  1. Lotta 11. Juli 2016 at 15:23 #

    Ich wusste gar nicht, dass es eine Zusatzversicherung für Naturheilverfahren gibt. Vielen Dank für diesen Artikel!.

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