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Euphrasia – Linderung für gereizte Augen

Ursprung

Die Nutzung des Euphrasia als Heilpflanze entstand aus der Signaturenlehre. Da die Blüte in ihrem Aussehen einem Auge ähnelte wurde nach dieser Lehre angenommen, dass Euphrasia bei Erkrankungen des Auges helfen würde. Diese Überzeugung hat sich bis heute gehalten.

Interessant ist, dass es sich bei Euphrasia nicht um eine normale Wiesenpflanze handelt, sondern um einen sogenannten „Halbschmarotzer“, eine Pflanze, die sich nicht über die Wurzeln im Boden mit Wasser und Mineralstoffen versorgt, sondern anderen Pflanzen lebenswichtige Stoffe entzieht.
Euphrasia ist heute in fast allen Gebieten Europas bis zu einer Höhe von ca. 2300m zu finden, da die natürlichen Vorkommen aber immer seltener werden, hat man begonnen, die Pflanze für die Herstellung von Heilmitteln zu kultivieren. Die pflanzlichen Grundlagen von phytotherapeutischen Mitteln, die Euphrasia enthalten, stammen heutzutage in erster Linie aus Osteuropa.

Inhaltsstoffe

Hauptbestandteil des Euphrasia ist das Aucubin, das auch als Hauptwirkstoff nachgewiesen wurde, da es entzündungshemmend wirkt. Weiterhin sind Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe enthalten.

Anwendung als Heilpflanze

äußerliche Anwendung

Der äußerliche Hauptverwendungszweck für Euphrasia ist im deutschen Namen der Pflanze deutlich erkennbar: Augentrost. Er wird zur Linderung von Augenbeschwerden wie Entzündungen, Gerstenkorn und laufenden Augen bei Schnupfen oder Allergien eingesetzt. Bei Bindehautentzündungen ist Euphrasia sogar der am meisten genutzte Inhaltsstoff, der in Salben- oder Tropfenform verabreicht wird.

Augentrosttropfen in unverdünnter Form können auch in Wasser gelöst werden. In dieser Lösung werden dann Wattepads getränkt, die man zum Abschwellen der Lider oder bei Ermüdungserscheinungen auf die Augen legt. Zu dieser Methode beachten Sie bitte die möglichen Nebenwirkungen.

Weitere Indikationen der äußeren Anwendung sind entzündliche Zustände der Haut.

innerliche Anwendung

Innerlich wird Euphrasia eher selten angewandt, kommt aber manchmal als Tee zur Behandlung von Husten und Halsentzündungen zum Einsatz. Noch seltener werden Augentrost-Präparate zur Behandlung von Kopf- und Magenschmerzen genutzt.

Mögliche Neben- und Wechselwirkungen

Euphrasia wird im Allgemeinen sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind sehr unwahrscheinlich.

Augenbäder mit Augentrost sollten nicht selbst gemischt werden, da diese bei nicht sachgemäßem Vorgehen zu Infektionen aufgrund von hygienischen Verunreinigungen führen können. Unter einwandfreien hygienischen Bedingungen hergestellte Präparate aus der Apotheke sind allerdings bedenkenlos zu verwenden.

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