Naturbelassene ÖkoTextilien – Gesünderer Mensch

Angora, Baumwolle, Kaschmir, Leinen, Schurwolle, Wolle, Hanf, Seide und Jersey sind auf dem Markt erhältliche natürliche Textilien. Natürliche Textilien kommen direkt von der Quelle in die Verarbeitung und sind frei von jeglichen chemischen Zusätzen oder Bearbeitungsprozessen. Bis auf Leinen, Seide und Jersey finden alle anderen Textilien Verwendung für sämtliche Bekleidungsarten. Die übrigen drei sind aufgrund ihrer Beschaffenheit auf bestimmte Bekleidungsarten beschränkt. So findet man Jersey und Leinen hauptsächlich in Sportbekleidungen wieder, Seide hingegen eher bei Krawatten und Damenbekleidung.

Kosten versus Nutzen

Manch einer wird behaupten, dass manche natürliche Textilien wie Seide, Jersey und Leder deutlich mehr kosten. Dagegen kann man argumentieren, dass natürliche Textilien oft hautschonender, atmungsaktiver und langfristig haltbar sind, im Gegensatz zur künstlich produzierten und chemisch modifizierte Ware. Die Preise sind für natürliche Materialien höher, weil sie in der Herstellung aufwendiger sind und die Verarbeitung eher nicht in Massenprodukte mündet. Es gibt jedoch auch künstlich und chemisch behandelte Stoffe, die sehr aufwendig und teuer sind in der Herstellung, was sich auch hier im Preis widerspiegelt.

Chemie wider die Natur

Ein Viertel aller weltweit produzierten Chemikalien wird von der Textilindustrie für die Herstellung von Bekleidung verwendet. Das richtet neben anderen Folgen große Umweltschäden an, da nicht jede Chemikalie unbedenklich entsorgt werden kann und wird.
Es wundert nicht, dass viele Menschen, die eine sensible Haut haben, chemikalienhaltige Textilien meiden müssen. Es ist zwar oft schwer nachzuweisen, dass die Reaktion auf spezifische Chemikalien in der Kleidung folgt, jedoch sind Hautirritationen wie Juckreiz und Rötungen auf eng anliegende, nicht atmungsaktive oder grobfaserige Kleidung keine Seltenheit. Von der Industrie eingesetzte Reinigungs-, Bleich- und Spinnmittel, sowie Farb- und andere Hilfsstoffe sind in fast jedem Kleidungsstück in unterschiedlichen Konzentrationen zu finden. Insbesondere Färbemittel tragen allergenes Potenzial in sich und rufen nicht selten Kontaktallergien hervor. Auch zum Thema Krebs fehlen noch Forschungsergebnisse.

Bio boomt

Mit dem Boom der ökologisch einwandfrei produzierten Lebensmittel ist auch die Frage nach Textilien mit unbedenklicher Herkunft einhergegangen und erfreut sich wachsender Unterstützung. Nach wie vor muss der Käufer jedoch beim Shoppen etwas genauer hinschauen, um Kleidung dieser Kategorie zu finden, da hier eine durchgängige Zertifizierung wie das Bio Siegel noch nicht gegeben ist.

Textilien, bei denen auf chemische Zusätze verzichtet wurde, sind vielleicht manchmal teurer, dafür für den Verbraucher jedoch unbedenklich und sicher. Die Einzigen, die bei der Auswahl aufpassen sollten, sind Tierhaarallergiker, da bestimmte Wollsorten auch hier, aufgrund der genetischen Disposition, allergische Reaktionen hervorrufen können, so unbedenklich das Material ansonsten sein mag.

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